Totgesagte leben länger?

Nach der Übernahme von Sun Microsystems durch die Oracle Corporation vor einigen Jahren wurde die Akzeptanz von Solaris stark geschwächt. Viele Firmen migrierten auf Grund von Support- und Lizenzproblemen z.B. Richtung Linux. Letztes Jahr dann ein weiterer Schock. Erst verlässt John Fowler das Unternehmen und im Herbst werden dann Mitarbeiter aus dem Bereich SPARC und Solaris gekündigt. Da es bereits seit 2014 keine neuen Versionen von Solaris 11 gab, war das Thema für die meisten klar: Solaris sollte wohl "eingestampft" werden. Aber dann erschien Ende Januar 2018 eine Ankündigung für Solaris 11.4 in einer Betaversion. Was soll man davon halten?

Liest man sich die entspechende Dokumentation durch, wird aber auch schnell klar, dass es keine gravierenden Änderungen gibt. Updates einiger Softwarepakete, Performanceoptimierungen und Anpassungen im Bereich Security/Compliance bringen keine komplett neue Umgebung. Also eher ein Feinschliff als eine neue Version wie bei der Einführung von Solaris 10 oder 11. Ob das ausreicht, um die Kunden wieder Richtung Solaris zu bewegen, wagt man zu bezweifeln.

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