Für welches Team spielen Sie?

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Externe Projektmitarbeiter:innen zeichnen sich unter anderem durch ihre schnelle Integration in ein neues (Kunden-)System aus – aber in wie vielen Systemen kann ein Consultant gleichzeitig unterwegs sein und wie kommt er wieder zurück?

Wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt, in einem Meeting von „Wir" zu sprechen, wenn es eindeutig um Interessen der Kundenmitarbeiter:innen ging? Manch eine:r stellt sich besonders in Konfliktsituationen die Frage „wo stehe ich eigentlich?".

Natürlich kann ein:e professionelle:r (IT-)Projektleiter:in oder Consultant in Rollen denken, das gehört zum täglichen Brot. Aber gerade bei sehr langen Projekteinsätzen von 12 Monaten oder noch länger ist es ganz normal, dass man als Mensch in seiner Umgebung auch ein Zugehörigkeitsgefühl entwickelt.

Team Kunde

Für manche Kunden ist das von Vorteil, da so Interessen und Ziele der Organisation augenscheinlich besser verstanden und adaptiert werden. Andere Kunden lehnen zu viel Integration der externen Mitarbeiter:innen aufgrund von Gesetzen der Arbeitnehmerüberlassung und Flexibilität im „Exit" konsequent ab.

Team Arbeitgeber

Besonders im „New-Normal" mit hohem Remote-Anteil in Projekten ist die klare Grenze zwischen eigenem Arbeitgeber und Kunden im IT-Dienstleistungsbereich extrem schwammig. Eine Herausforderung für die Mitarbeiter:innen und Führungskräfte des Arbeitgebers gleichermaßen.

Verschiedene Rollen in unterschiedlichen Teams

Für Projektmitarbeiter:innen bedeutet das, dass neben den Systemen Partnerschaft, Familie, Sportgruppe und anderen auch im Job eine Zugehörigkeit zu verschiedenen Systemen besteht. Wird der Abstand zur eigenen Identität zu groß, kann eine Vermischung der Zugehörigkeiten zu inneren Konflikten und weiter zur Überlastung führen.

Dienstleistungsunternehmen und deren Führungskräfte müssen sich der Herausforderung stellen, dass die Mitarbeiterbindung mit der Laufzeit von Projekten leiden kann. Die Konsequenz ist vielleicht unerwünschte Fluktuation. Natürlich hat es Vorteile, wenn Mitarbeitende aufgrund der guten Integration länger im Projekt verkauft werden kann aber die Zugehörigkeit zum eigenen Unternehmen muss dennoch fürsorglich gepflegt werden.

Was kann man tun, um Grenzen sinnvoll zu markieren?

Zunächst kann der Arbeitgeber bereits im Vertriebsprozess eine klare Rollendefinition mit dem Kunden erarbeiten, die als Orientierung dient. Regelmäßige interne Aktionen helfen darüber hinaus auch mit den Kolleg:innen aus den eigenen Reihen in Kontakt zu bleiben.

Projektmitarbeiter:innen selbst können sich bewusst Tage vor Ort beim Kunden einplanen, auch wenn das nicht verpflichtend ist. Der Eintritt in das Kundensystem erfolgt physikalisch schon auf der Fahrt bzw. an der Pforte. Das Gleiche gilt auch für den Austritt aus dem System. Remote helfen Separatoren, z.B. die Kaffeetasse des eigenen Unternehmens bewusst bei internen Meetings vor sich stellen oder der Wechsel von T-Shirt zu Hemd, wenn man für den Kunden tätig ist. Diese Symbole helfen, die aktuelle Rolle zu verankern und sie bewusst zu betreten oder wieder aufzulösen.

Mitarbeiter:innen der ORDIX AG haben das Thema Zugehörigkeit kürzlich im Open-Space -Format diskutiert. In regelmäßigem Austausch von Peergroups, Teams und Bereichsmeetings findet außerdem auch remote ein Austausch mit den eigenen Kolleg:innen zu privaten und beruflich-fachlichen Themen statt. Zudem wird die ORDIX-Identität in internen Projekten durch gemeinsame Erfolge gefeiert. Der Vorstand informiert regelmäßig in einem Barometer wie sich die ORDIX AG als Unternehmen gerade „fühlt". In den 2 Mitarbeitergesprächen pro Jahr kann jede:r Mitarbeiter:in Feedback in alle Richtungen geben und auch den Wunsch nach Projektwechsel äußern. Man überlegt dann gemeinsam mit den Führungskräften, wie der Austritt aus dem Kundensystem für alle Beteiligten am sinnvollsten organisiert werden kann.

Am besten kann man die Zugehörigkeit natürlich spüren, wenn der gemeinsame Kick-Off-Termin und die Weihnachtsfeier wieder gemeinsam an einem Ort möglich sind!

Wie gehen andere Firmen mit dem Thema um?

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