Agile Teams

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Wer heutzutage in Projekten tätig ist, der wird unweigerlich mit dem Begriff Agilität und agile Teams in Berührung kommen.

Doch was ist eigentlich ein Team und was macht ein agiles Team aus?

Per Definition ist ein Team mehr als eine Gruppe von Personen, die aus organisatorischen Gründen zusammengefasst wurden, um an einer gemeinsamen Aufgabe zu arbeiten: 

  • Ein Team strebt danach, eine Vision oder Ziel zu erreichen, das nur gemeinsam erreichbar ist.
  • Ein Team gibt sich Regeln für die Zusammenarbeit und befolgt diese.
  • Einem Team ist bewusst, in welchem Umfeld es sich bewegt. Es kennt die relevanten Stakeholder. Die Bedürfnisse und Probleme der Kunden sind bekannt.
Wenn ein Team diese Grundsätze befolgt, dann besteht eine gute Chance, dass es ein erfolgreiches Team wird.

Worin unterscheidet sich nun ein agiles Team von einem Team?

Agiles Arbeiten kann nicht per PowerPoint-Vortrag in eine Organisation implementiert werden. Es reicht auch nicht, sich die agilen Vorgehensmodelle wie Scrum oder Kanban anzueignen. Agilität ist vielmehr etwas, was im Kopf beginnt. Es geht um die Art und Weise des Denkens und wie an Dinge herangegangen wird. An dieser Stelle lohnt sich ein Blick in das Agile Manifest (http://agilemanifesto.org/). Es bildet die Basis des agilen Handelns. Aufbauend auf den vier Werten stellt das agile Manifest 12 Prinzipien auf, die in ihrer Gesamtheit die Leitlinien für ein agiles Team darstellen. Wer im agilen Umfeld tätig ist, hat sich das Manifest sicherlich schon einmal angesehen. Das ist schon mal ein guter Anfang. Wichtiger ist aber, die dahinter stehende Denkweise in den Köpfen zu verankern.

Was sind aber nun die Eigenschaften, die das agile Mindset ausmachen?

Positive Einstellung

In Projekten gibt es immer Herausforderungen, und Menschen machen Fehler. Das ist normal. Wichtig ist es aber, wie das Team damit umgeht. Wenn Probleme auftreten, müssen sie rechtzeitig und mit einer positiven Einstellung behandelt werden. Oft ist ein Problem auch eine Chance. Das Team kann Verbesserungsmöglichkeiten identifizieren und in Lösungen umwandeln.

Wissensdurst

Bei Agilität geht es darum, zu lernen und sich anzupassen. Das Ziel ist es, so viele Informationen wie möglich zu erhalten. Die brauchen wir, um ein Produkt mit dem höchsten Kundennutzen zu erstellen. Daher sollte das Team sich immer wieder die Frage stellen, ob das was sie tun, das Beste für den Kunden ist. Angesichts der immer schneller werdenden Geschäftsanforderungen und neuer Technologien muss sich das Team immer auf dem Laufenden halten. Eine neugierige Person stellt Fragen und findet Antworten. Das hilft dem Team, ein gemeinsames Verständnis für die anstehenden Aufgaben zu erlangen.

Teamerfolg ist das Ziel

In agilen Teams geht es um den Erfolg des gesamten Teams. Es geht nicht um individuellen Erfolg oder heldenhaftes Verhalten einzelner. Teammitglieder sollten sich aus ihrer Komfortzone herausbewegen, um dem Team bei den anstehenden Aufgaben zu helfen. Wichtig ist es, dass Teammitglieder sich gegenseitig unterstützen. Das fördert die Bereitschaft, neue Aufgaben zu übernehmen. Das Wissen wird geteilt und verbreitet. Die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen verringert sich.

Pragmatismus

Das Team sollte mit Pragmatismus an die Aufgaben herangehen. Wenn es mit Problemen konfrontiert wird, identifiziert es die tatsächlichen Einschränkungen. Es findet heraus, was der Kunde wirklich will. Es verbringt keine Stunden damit, einen Statusbericht zu erstellen. Der Kunde möchte evtl. lediglich wissen, ob das Projekt auf dem richtigen Weg ist. Oder eine einfache Erklärung, falls dies nicht der Fall ist.

Bereitschaft zum Scheitern

Einige Leute sagen, dass der beste Weg zu lernen darin besteht, an etwas zu scheitern. Soweit möchte ich nicht gehen. Das Ziel sollte sein, mit gewissenhafter Vorbereitung, Recherche und Einbeziehung aller zur Verfügung stehender Experten ein Scheitern zu vermeiden. Das wird nicht immer gelingen. Wichtig ist es aber, dass das Team mit dem Scheitern offen umgeht und aus den Fehlern lernt. Schuldzuweisungen und Repressalien gegenüber Einzelnen sind da nicht förderlich und müssen vermieden werden.

Ständige Verbesserung

Die agile Denkweise ist eine Haltung, die Misserfolg und Probleme mit Lernmöglichkeiten und unschätzbarem Feedback gleichsetzt. Erfolgreiche agile Teams nehmen Misserfolge und Probleme als Feedback und Möglichkeit zum Lernen wahr.

Fazit

Erfolgreiche agile Teams arbeiten nicht nur nach agilen Methoden. Sie haben die agilen Werte, Rollen und Denkweisen verinnerlicht und übernehmen Eigenverantwortung. Das Team muss – abhängig von dem individuellen Startpunkt – eine Lernkurve durchlaufen und das agile Mindset in mehreren Iterationen etablieren. Das ist grundlegend für den Erfolg agiler Teams. 

Being Agile statt doing Agile.

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